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eißzeit

Herkunft: Berlin
Musikrichtung: Deutsch-Pop/Rock/Elektro
eißzeit -  Rock, Pop, Elektro

„Und ich nahm mir den Staub von den Flügeln“

Wie fühlt man sich, wenn die junge Sängerin von eißzeit, die optisch wohl zu den ansprechendsten Frontfrauen Deutschlands zählen dürfte, auf die Bühne stürmt und vom selbstzerstörerischem Kotzen zu singen beginnt?

Die anfängliche Beklemmung weicht schnell der Erkenntnis, dass hier kein Kunstprodukt einer Musikindustrie vor einem steht, sondern eine junge Persönlichkeit, die in der Musik das Ventil gefunden hat, mit der Welt in die sie hineingeboren wurde, klarzukommen.

Aufgewachsen als Kind der Wende (1990) in Ost-Berlin, sah sie sich schon bald mit einer digitalisierten, globalisierten Welt des entfesselten Kapitalismus und des grenzenlosen Jugendwahns wieder, in der Pornos schon schon fast zum Alltag in Kinderzimmern und Schulhöfen gehören.

Durch die Zusammenarbeit mit ihrem Produzenten und Schlagzeuger Niklas Kortländer und ihrer Band wich jegliche anfängliche Zurückhaltung schnell dem Mut, nie wieder ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

So brüllt sie ihre Ansichten jetzt ins Mikrofon und strahlt dabei ihr Publikum mit ihren großen braunen Augen auf eine so ehrliche Art und Weise an, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als einfach nur gebannt zu lauschen, was dieses Mädchen, das kein Mädchen mehr ist, zu Jung und Alt zu sagen hat.

Das musikalische Fundament zu soviel Energie und Sendungsbewusstsein liefert ihre Band. Sie erschafft elektronisch angehauchte Klangwelten die, mal mit rotzig, rockiger Attitüde, mal mit zurückhaltender Sensibilität, dem Publikum nur ab und an Verschnaufpausen zum Träumen und Nachspüren lässt, es aber meistens einfach nur bombastisch mitreisst.

bis zum Start

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